Zur Newsübersicht
  • Allgemeine News

Demenz und Ernährung

Etwa 1,6 Millionen Menschen leiden allein in Deutschland an Demenz. Mit etwa 900 Neuerkrankungen pro Tag ergibt sich hier aus ein besonders Maß an gesundheits-und gesellschaftspolitischer Relevanz.

Demenz und Ernährung

Etwa 1,6 Millionen Menschen leiden allein in Deutschland an Demenz. Mit etwa 900 Neuerkrankungen pro Tag ergibt sich hier aus ein besonders Maß an gesundheits-und gesellschaftspolitischer Relevanz. Der Einfluss der Ernährung wird auf präventiver als auch auf therapeutischer Ebene viel diskutiert.

Prof. Dr. Marcus Grimm ist Professor und Studiengangsleiter für den Bachelor-Studiengang Ernährungstherapie und -beratung am Campus Rheinland und wird am 15. Dezember 2021 um 17:00 Uhr seine Antrittsvorlesung an der Gesundheitshochschule der SRH halten. In diesem Rahmen werden ernährungstherapeutische Aspekte vorgestellt und erläutert. Prof. Grimm beantwortet die Frage, wie sie auf die molekularen Mechanismen, die zur Entstehung der Alzheimer Erkrankung führen, wirken. Hierbei wird primär auf Lipide oder Substanzen, die die Membrankomposition verändern, eingegangen.

Ernährungstherapeutische Ansätze

Extrazelluläre senile Plaques, die aus aggregierten Amyloid-β (Aβ)-Peptiden bestehen, sind eines der wichtigsten histopathologischen Merkmale der Alzheimer-Krankheit (AD), einer fortschreitenden, irreversiblen neurodegenerativen Erkrankung und der häufigsten Ursache für Demenz bei älteren Menschen.

Aβ entsteht durch sequenzielle proteolytische Spaltung des Amyloid-Vorläuferproteins (APP), das konserviert in allen Säugetieren vorkommt und dessen physiologische Funktion weitestgehend unbekannt ist. Interessanterweise ist die APP-Prozessierung ein Prozess, der an und in der Membran stattfindet. Es stellt sich daher die Frage, ob eine Beeinflussung der Membran durch Veränderung der Lipidkomposition ein potenzieller präventiver oder therapeutischer Ansatz bei der Behandlung der Alzheimer-Erkrankung sein kann.

Neuere Studien von Prof. Dr. habil. Marcus Grimm und Kolleg:innen konnten weiterhin zeigen, dass nicht nur Lipide die APP-Prozessierung beeinflussen, sondern, dass eine potenzielle physiologische Funktion dieses Prozesses in der Regulation der Lipidhomöostase liegt. Hierdurch entstehen komplexe Regelkreise, die bei der Alzheimer Erkrankung gestört sind und zur Pathogenese beitragen. Dieser bidirektionale Zusammenhang ist ein weiteres zentrales Thema der Antrittsvorlesung.

Wir haben Ihr Interesse geweckt?
Sie können kostenfrei an der Veranstaltung teilnehmen. Über Ihre Anmeldung freuen wir uns unter christina.mueller@srh.de .